Das Konzept von XHOSPIpro
XHOSPIpro wird von Krankenhausmitarbeitern eingesetzt, um die klinikinterne Produkthandhabung zu analysieren und zu optimieren. Um einen effizienten Einsatz des Werkzeugs zu ermöglichen, wurden folgende strategische Konzepte entwickelt:
Überschaubares Bausteinsystem: Modulare Gliederung der Produktlebenswege
Die Produkt-Handhabungsketten werden in überschaubare Einheiten, sogenannte Lebenswegbausteine, wie Transport, Sterilisation oder Abgabe zur Entsorgung unterteilt. Der Software-Anwender betrachtet so jeweils nur Ausschnitte des Produktlebensweges, die einfacher zu überblicken sind als der gesamte Ablauf. Darüber hinaus können so einmal beschriebene Bausteine mehrfach verwendet werden. Ein Transport, der zum Beispiel vom Zentrallager auf die Stationen führt und einmal in der Software abgebildet ist, kann für jedes Produkt verwendet werden, das auf diese Weise transportiert wird.
Aufwandsminimierung: Trennung von Produkt-, Verfahrens- und Klinikwerten
Durch eine konsequente Trennung von Produktwerten (zum Beispiel Gewicht des betrachteten Produktes), Verfahrenswerten (zum Beispiel Wasserverbrauch einer Waschmaschine pro Charge) und Klinikwerten (zum Beispiel Personalkosten Pflegedienst) ist es möglich, den Aufwand für die Eingabe von Daten in die Software zu reduzieren. So müssen die Klinikwerte nur einmal eingegeben und auch nur an dieser einen Stelle gelegentlich aktualisiert werden. Sie können dann den jeweils untersuchten Produkten mit wenigen Mausklicks zugewiesen werden.
Konzentration auf das Machbare - Konsequente Beschränkung auf den Einflussbereich der Klinik
Kliniken verfügen in ihrem direkten Einflussbereich über beachtliche Optimierungspotentiale. Aus diesem Grunde konzentriert sich die Analyse mit XHOSPIpro auf den Bereich vom Einkauf bis zur Abgabe zur Entsorgung. Die Ausweitung der Prozessanalyse auf Bereiche außerhalb der Klinik mit dem Ziel, vollständige Ökobilanzen zu erstellen, hätte die Komplexität der zu lösenden Probleme drastisch gesteigert. Das Klinikpersonal wäre dann kaum mehr in der Lage gewesen, die Software zu bedienen. Darüber hinaus sind Daten zu diesen Bereichen nur unzureichend verfügbar.
Auch zu Fragestellungen, die quer zu dieser Betrachtungsebene liegen, kann der Einsatz der Software wertvolle Hinweise geben. Zu viele zusätzliche Funktionen, wie sie für den direkten Einsatz beispielsweise bei der umfassenden Optimierung des gesamten OP-Betriebs erforderlich wären, hätten das Instrument jedoch überfrachtet.
