Mineralwasserversorgung
In dieser Untersuchung wurde die Mineralwasserversorgung mit angelieferten Mineralwasserflaschen aus PET der Versorgung mit Hilfe von Tafelwasserschankanlagen gegenübergestellt. Tafelwasserschankanlagen bereiten Leitungswasser durch Filtration, Kühlung und CO2-Zusatz auf. Patienten und Mitarbeiter können sich an den Anlagen selbst bedienen.
Ist-Zustand: angelieferte Flaschen
Die Versorgung der Patienten mit 0,5 l und 0,7 l Mineralwasserflaschen (im Verhältnis 3 zu 1) erfolgt durch einen hausinternen Dienst. Die Flaschenträger mit gefüllten Wasserflaschen werden einmal täglich im Haus verteilt und dabei die leeren Kästen eingesammelt.
Alternative: Tafelwasserschankanlage
Betrachtet wurde hier eine Anlage, die es ermöglicht, stilles Wasser und mit CO2 versetztes Sprudelwasser zu entnehmen. Die Analyse umfasste den Einsatz der Tafelwasserschankanlage selbst und den Einsatz verschiedener Behälter zur Entnahme des Trinkwassers.
Die Einwegbecher werden jeweils direkt nach Gebrauch entsorgt. Die PET-Flasche kann mehrfach eingesetzt werden, sollte aber aus hygienischen Gründen nach drei Tagen ausgetauscht werden. Eine weitere Alternative könnte der Einsatz von Glaskrügen sein. Das Krankenhaus, in dem die Untersuchung durchgeführt wurde, wollte diese Möglichkeit aber nicht in Erwägung ziehen.
Ergebnisse
| 200.000 l Wasser pro Jahr | Ist-Zustand | Alternative I | Alternative II | Alternative III |
| Mineralwasser 0,5l u. 0,7 l Flaschen im Verhältnis 3 zu 1 | Schankanlage mit PET-Flaschen | Schankanlage mit 0,2 l PE-Bechern | Schankanlage mit 0,2 l Pappbechern | |
| Gesamtkosten | 62.310 € | 51.474 € | 44.053 € | 59.804 € |
| Personal | 6.310 € | 6.871 € | 3.995 € | 3.995 € |
| Produktbeschaffung | 0 € | 31.877 € | 27.326 € | 43.077 € |
| Investitionsgüter | 0 € | 0 € | 0 € | 0 € |
| Externe Dienstleistung | 56.000 € | 8.233 € | 8.233 € | 8.233 € |
| Sonstige | 0 € | 4.493 € | 4.499 € | 4.499 € |
| Arbeitszeit | 416 Std. | 330 Std. | 330 Std. | 330 Std. |
| Reinigungs- und Desinfektionsmittel | 0 l | 0 l | 0 l | 0 l |
| Wasserbedarf | 0 l | 201.361 l | 201.361 l | 201.361 l |
| Strombedarf | 0 kWh | 5.960 kWh | 5.960 kWh | 5.960 kWh |
| Abfallaufkommen | 0 kg | 4.672 kg | 5.149 kg | 5.149 kg |
Kommen statt der angelieferten Mineralwasserflaschen Tafelwasserschankanlagen zum Einsatz, ergeben sich folgende Einsparungen pro Jahr:
- Mit PET-Flasche zur Wasserentnahme ca. 10.800 €
- Mit 0,2 l PE-Becher zur Wasserentnahme ca. 18.300 €
- Mit 0,2 l Pappbecher zur Wasserentnahme ca. 2.500 €
Diese Einsparungen sind durch eine Reduzierung der Personalkosten und der Kosten für Wasseranlieferung bedingt. Allerdings steigt das Abfallaufkommen im Krankenhaus je nach Art der zur Wasserentnahme eingesetzten Einwegbehälter um ca. 4.150 bis 5.150 kg.
Bei Einsatz der Schankanlagen werden Umweltbelastungen durch die Bereitstellung des Mineralwassers in Flaschen sowie durch Reinigen und Transport der Mehrwegflaschen vermieden. Diese Effekte entstehen außerhalb des Krankenhauses. Deshalb werden sie bei der Berechnung nicht berücksichtigt.
Der geringere logistische Aufwand im Krankenhaus, die deutliche Entlastung der Aufzüge sowie der Entfall von Lagerfläche sprechen aus Sicht des Krankenhauses, in dem diese Untersuchung durchgeführt wurde, ebenfalls für die Schankanlagen. Allerdings muss besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Behälter gelegt werden, mit denen das Wasser aus den Schankanlagen entnommen wird.
Hinweis
Die Ergebnisse sind nur begrenzt auf andere Krankenhäuser übertragbar. Je nach Größe des Hauses, Organisation der Abläufe, individueller Kostenstruktur und weiteren Faktoren können die Resultate einzelner Krankenhäuser erheblich voneinander abweichen.
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