Einsparpotenziale im Überblick
Kostensenkung
Etwa die Hälfte der 38 untersuchten Alternativen bewirkt eine Senkung der Kosten. Davon führen acht Maßnahmen zugleich zu einer Abfallmengenreduzierung. Bei Auswahl der jeweils kostengünstigsten Variante unter den Kosten senkenden Maßnahmen ergibt sich ein Gesamtpotenzial von 157.000 €. Auch die nicht zu einer Kostensenkung führenden Alternativen sind unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten relevant. Sei es, weil durch die Analyse unwirtschaftliche Maßnahmen vermieden werden können, sei es, weil in anderen Krankenhäusern der hier beschriebene Ist-Zustand die zu prüfende Alternative sein kann.
Abfallvermeidung
Von elf Untersuchungsthemen, die zur Verminderung des Abfallaufkommens führen, bewirken acht auch eine Kostensenkung. Bei Auswahl der abfallgünstigsten Variante unter den Kosten senkenden Maßnahmen ergibt sich ein Gesamtabfallvermeidungspotenzial von fast 8.000 kg.
Senkung Wasserverbrauch
Insgesamt 16 Maßnahmen führen zu einer Reduzierung des Wasserverbrauchs. Bei Auswahl der Variante mit dem jeweils geringsten Wasserverbrauch ergibt sich ein Gesamtpotenzial von etwa 240.000 l.
Systemgrenzen: Krankenhaus
Da sich die Untersuchung auf das Krankenhaus bzw. die Pflegeeinrichtung selbst beschränkt, werden außerhalb des Hauses auftretende Auswirkungen der Maßnahmen nicht berücksichtigt. Dies betrifft Aufwände bei der Herstellung und Entsorgung der Produkte, aber auch Vorgänge, mit denen externe Dienstleistungsunternehmen (z.B. Wäschereien) beauftragt werden. Diese Faktoren werden nur über die Preise berücksichtigt, welche die Krankenhäuser für Produkte oder Dienstleistungen zahlen.
Die Ermittlung kompletter Ökobilanzen zu den Untersuchungsthemen war weder Ziel dieses Projektes noch in diesem Rahmen möglich. Gegenstand der Untersuchung waren ausschließlich die Abläufe im Krankenhaus. Ähnlich wie in der produzierenden Wirtschaft üblich, ging es also darum, Ergebnisse im Sinne einer unternehmensbezogenen Bilanz zu ermitteln.
Auf diese Weise erhalten die Krankenhäuser eine fundierte Entscheidungsgrundlage, um sowohl mit Blick auf ökologisch relevante Faktoren wie Abfallmenge, Wasserverbrauch und Verbrauch an Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, als auch mit Blick auf wirtschaftliche Kennzahlen bis hin zum Bedarf an Arbeitszeit Alternativen im Umgang mit Produkten unterschiedlichster Art zu bewerten.